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Festivals
Junge Filmszene im BJF

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19. Bayreuther Filmfest kontrast

02.03.2018 bis 04.03.2018
Ort: Bayreuth
Festival-Niveau: Nachwuchs, Semiprofi, Profi
Ausschreibung: National
Anmeldeschluss: 01.10.2015
Alter: 0 bis 99

Bayreuther Filmfest kontrastBeschreibung:
Mit unserem Festival wollen wir dem Zuschauer die Highlights des (kurz-)filmischen Schaffens von Profis sowie Amateuren zeigen. Die originelle Idee und deren kreative Umsetzung ist uns dabei wichtiger als technische Finessen.
Das Filmfest wird organisiert und durchgeführt vom Bayreuther Filmfest e.V. (eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein) und bietet drei Tage lang Kurzfilme unterschiedlichster Art.

Unser Sonderthema für 2018: „Nicht zu bremsen“

IN YA FACE!
Es gibt eine italienische Filmkomödie aus dem Jahr 1978 mit Terence Hill und Bud Spencer in den Hauptrollen mit dem deutschen Filmtitel: “Zwei nicht zu bremsen“.
Nicht zu bremsen oder auch nicht aufzuhalten, nicht zu stoppen, unaufhaltsam, so oder ähnlich hätte der Titel des durchgeknallten Haudrauffilms auch lauten können. Na, wie fühlt sich das an: Positiv, aufregend, oder doch eher gefährlich? Wobei – wirklich gefährlich waren die beiden Komiker nicht wirklich …

Aber im Alltag ist ein Mensch, oder ein Gegenstand, der „nicht zu bremsen“ ist, durchaus eine zwiespältige Angelegenheit. Da folgen gerne Probleme, die man sich sparen könnte. Wobei „Nicht zu bremsen“ eine ganz hervorragende Triebfeder ist, für einen Plot im Film oder in der Literatur. Damit lassen sich Themen wie Coming of Age, Midlifecrisis, das Leben eines Outlaws befeuern. Ohnehin nichts zu verlieren, das Ruder noch mal rumreißen, jetzt erst Recht. Willkommen im schönsten Schlamassel! Nicht zu bremsen, bricht als erstes mit den Regeln, dem Gesetz, dem common sense. Um dann ungewöhnliche Lösungsvorschläge bereitzustellen.

Eine Person, die nicht zu bremsen ist, kann auf der einen Seite ein euphorisches, mitreißendes Wesen sein. Der Eindruck verfliegt aber schnell, wenn dieses Wesen dann eben wirklich nicht mehr zu bremsen ist. Man bekommt das Ohr blutig gequatscht, die Situation wird schnell nervig. Und wenn mit diesem „nicht zu bremsen” auch noch eine feine Selbstüberschätzung daherkommt, hat man alle Hände voll zu tun, den Betreffenden wieder zu stoppen. Bei Erwachsenen erfolgt das „stoppen“ eher im übertragenen Sinn, man redet dem Gegenüber den aberwitzigen Vorschlag aus, oder aber wird pragmatisch und steckt ihm den Kopf ins Wasser, wenn Alkohol oder Drogen für dieses „nicht zu bremsen“ verantwortlich sind. Bei Kindern hilft in aller Regel kein Reden mehr, man wirft sich in die Bahn des dahinsausenden Bobbycars.

Im Straßenverkehr ist ein Fahrzeug, das nicht zu bremsen ist, fatal. Der Fahrer hat dann die Kontrolle über die Maschine verloren, das Ding verselbständigt sich.
Die Begrifflichkeit bleibt, man merkt’s schon im (Straßen-)verkehr. Hat viel mit Beschleunigung, Geschwindigkeit oder eben dem Ausbremsen des selbigen zu tun.
Nicht zu bremsen ist ja auch wirklich nur spannend, nervend, fällt also auf, weil wir nicht alle das gleiche Tempo haben. Oder unterschiedliche Aufnahmekapazität haben, akustisch, emotional, körperlich.

Im Film – und jetzt kommen wir wieder zur Sache – ist es das Salz in der Suppe, ab hier verlässt der Plot das vorhersehbare Terrain. Nicht zu bremsen, man denkt sofort an Actionszenen, wenn der Stuntman sich aus dem fahrenden ungebremsten Wagen wirft, seitlich am Straßenrand ausrollt und das Auto die Böschung hinabschießt. Und dann explodiert das Ding wie ein mit Dynamit beladener Laster. Warum an der Stelle immer eine Böschung ist? Damit es schöner explodiert!
Aber das kann doch nicht alles gewesen sein zu diesem Thema, oder? Wir suchen neue, frische Filmbeträge mit dem Thema „nicht zu bremsen“. Also, wer sich angesprochen fühlt, seinen Film, Video, Clip schnell an uns senden. Immer schön an Bud und Terence denken: „(Zwei) NICHT ZU BREMSEN“!

Internet: www.kontrast-filmfest.de

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Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend