Zum Artikel springen
News
Junge Filmszene im BJF

6.11.18

JugendFilmTage „Alltagsdrogen im Visier“ am 30./31.10.2018 im CinemaxX Offenbach

JugendFilmTage_2018
JugendFilmTage_2018

Am 30. Oktober wurden die JugendFilmTage in Offenbach im CinemaxX eröffnet.

Rund 700 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren nehmen an den beiden Aktionstagen gemeinsam mit ihren Lehrkräften teil. Bei den JugendFilmTagen handelt es sich um eine innovative Jugendaktion zur Suchtprävention. Themenbezogene Spielfilme für junge Menschen, interessante Mitmach-Stationen und jugendgerechte Medien machen die JugendFilmTage „Alltagsdrogen im Visier“ zu einer attraktiven Veranstaltung. Sie werden vom Offenbacher Präventionsnetzwerk „HaLT“ mit Unterstützung der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) und weiteren Unterstützern durchgeführt.

„In Kreis und Stadt Offenbach gibt es sehr gut funktionierende Netzwerke. Im Präventionsnetzwerk HaLT, arbeiten die Suchthilfe, die Suchtselbsthilfe, die Jugendhilfe, die Polizei, das Ordnungs- und das Gesundheitsamt seit vielen Jahren zusammen und führen immer wieder öffentlichkeitswirksame Kampagnen zur Sucht - und Gewaltprävention durch“, betont Mechthild Rau, Geschäftsführerin des Suchthilfezentrum Wildhof. „Dass das Thema auch sozialpolitisch im Fokus steht und nicht tabuisiert wird zeigt sich auch daran, dass die Sozialdezernentin der Stadt Offenbach, Sabine Groß und ihr Kollege aus dem Kreis, Carsten Müller, sowie Polizeipräsident Roland Ullmann die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen haben.“

Schirmherrin Sabine Groß ergänzt: „Das Kino ist ein für Jugendliche attraktiver Freizeitort und eignet sich besonders für außerschulisches Lernen. Die angebotenen Filme können wichtige Impulse setzen, damit sich Jugendliche mit dem Thema Alltagsdrogen und ihrem eigenen Konsumverhalten auseinandersetzen. Wir freuen uns sehr, dass die JugendFilmTage für so viele Schülerinnen und Schüler im CinemaxX Offenbach durchgeführt werden können.“

„Alkoholprävention, Aufklärung über die Strafbarkeit illegaler Drogen und die Gefahren im Internet sind Teile der Gewaltprävention und mir ein ganz besonderes Anliegen“, sagte Polizeipräsident Roland Ullmann bei der Begrüßung im Kino: „Auf den JugendFilmTagen haben wir als Polizei die Gelegenheit mit den Jugendlichen zu sprechen und Ihnen zuzuhüöen. Ohne den erhobenen Zeigefinger wollen wir die jungen Leute aufklären und sie dazu bewegen, eine kritische Haltung zu Suchtmitteln zu entwickeln.“

Carsten Müller lud die Jugendlichen ein, die JugendFilmTage zu nutzen, um auf innovative Weise außerhalb des Schulunterrichts etwas über sich selbst herauszufinden: „Es kommt darauf an, dass Ihr eigene Wege für ein gutes und gesundes Leben für Euch findet. Nicht Abstinenz und Verbote, sondern Kompetenz und Lebensfreude sind entscheidend“, sagte der Sozialdezernent in seinem an die Schülerinnen und Schüler gerichtetes Grußwort.

Aus Frankfurt war Susanne Schmitt, Geschäftsführerin der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) zur Eröffnung der JugendFilmTage gekommen. Die in der HLS angesiedelte Koordinationsstelle Suchtprävention koordiniert die JugendFilmTage hessenweit. „Es gibt in Hessen in diesem Jahr noch acht weitere Termine. Wir freuen uns, dass diese Aktion nun dauerhaft in Hessen durchgeführt werden kann und damit einen nachhaltigen Beitrag zur kommunalen Alkoholprävention leistet. Möglichst viele Jugendliche zu erreichen, um einen risikobewussten Umgang mit Alkohol und anderen Drogen zu vermitteln, ist das Ziel.“

Die JugendFilmTage starteten mit den Spielfilm Zoey. Er handelt von einem 14- jährigen Mädchen, das versucht, dem alkoholkranken Vater zu helfen. 260 Schülerinnen und Schüler haben diesen Film angesehen.
110 Schüler/-innen konnten entscheiden, welcher Kurzfilm zum Thema „Handy“ ihnen am besten gefällt. Die Kurzfilme wurden von jungen Filmschaffenden zwischen 16 und 26 Jahren gedreht.

Die Werkstatt der Jungen Filmszene, das Nachwuchsfilmfestival des Bundesverbands Jugend und Film, unterstützte die Offenbacher JungedFilmTage mit Rat und Tat.

Weitere 80 haben den Dokumentarfilm über Thomas Adam gesehen, der 10 Jahre lang als Obdachloser in Frankfurt gelebt hat, seine Alkoholabhängigkeit aber überwinden konnte und heute in Frankfurt Stadtführungen über das Leben „ganz unten“ durchführt. Er stand im Anschluss zum Gespräch bereit.
250 Schülerinnen und Schüler interessierten sich für den Film Tschick. Sie erlebten die harte, traurige Welt zweier Vierzehnjähriger, die sich auf eine Reise machen, auf der viel passiert, die aber dennoch eine Perspektive bietet.

Zahlen zu den diesjährigen JugendFilmTagen:
696 Schüler/-innen und 50 Lehrer/-innen aus 17 Schulen in Stadt und Kreis Offenbach
7 Schulen aus der Stadt OF, 10 Schulen aus dem Kreis OF
Haupt- + Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen, Berufsschulen.
Die teilnehmenden Schüler sind im Alter zwischen 13 und 20 Jahren (ab 7. Klasse bis Ende Berufsschule)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat das komplette Projekt „JugendfilmTage – Alltagsdrogen im Visier“ an die hessischen Fachstellen für Suchtprävention übergeben. Unterstützt vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI), der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS) und dem Medienzentrum Werra-Meißner werden sie jetzt in Offenbach erstmals eingesetzt. Die BZgA stellt weiterhin Broschüren und Give-Aways zur Verfügung.

Ziele der JugendFilmTage: Schüler*innen werden zur Selbstreflektion angeregt. Sie setzten sich mit den legalen Drogen Nikotin und Alkohol auseinander. Auch das Suchtrisiko von Medien und die Gefahren von Cannabis werden thematisiert. In spielerischer und unterhaltsamer Weise erarbeiten sie sich Informationen und Aufklärung. Bei Tabak soll die Motivation zur Abstinenz gefördert werden, denn es gibt keinen risikoarmen Tabakkonsum. Mit Alkohol sollen Jugendlich sehr bewusst und möglichst risikoarm umgehen können. Beim Gebrauch von Medien sollen sie Merkmale von Sucht erkennen und ihre Kompetenzen stärken. Sie sollen über Cannabis als riskante Droge Bescheid wissen.


www.shz-wildhof.de

E-mail:

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend