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Workshops
Junge Filmszene im BJF

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Dramaturgie und Dokumentarfilm

Von Recherche über Produktion bis Release

Köln
17.01.2020 bis 19.01.2020
Einstufung: Amateurbereich, Semi-Profibereich
Referent*in: Kerstin Stutterheim

Dramaturgie und DokumentarfilmBeschreibung:
n diesem Workshop wird über drei Tage vorgestellt und diskutiert, wie Dramaturgie von der Recherche, dem ersten Kontakt mit ProtagonistInnen, über Dreharbeiten und Schnitt, bis zu Vertrieb und Zuschauergesprächen nutzbar gemacht werden kann. Theorieblöcke und Workshop-Situationen, in denen wir konkret an vorher eingereichten Projekten der TeilnehmerInnen diskutieren können, werden sich ablösen.

Tag 1: widmet sich der Produktionsvorbereitung aus dramaturgischer Sicht.

Vorgestellt werden dramaturgische Aspekte, die schon bei der Recherche und der Erarbeitung eines Treatments (und Pitches) hilfreich sein können. Ein Aspekt wird sein, wie Dramaturgie helfen kann, mit ProtagonistInnen zu interagieren, diese auszuwählen und vorzubereiten. Wie kann man 'die Geschichte' etablieren, die man erzählen (oder finden) möchte. Wie kann man dramaturgisch einen 'roten Faden', das Skelett für das Projekt, entwickeln und dies in einem Treatment und Pitch präsentieren, ohne sich aber dabei soweit festzulegen, dass man während der Dreharbeiten nicht mehr flexibel wäre bzw. im umgekehrten Fall auch bei unvorhergesehenen Wendungen sein Thema nicht verliert. Wie findet man heraus, welche Form adäquat ist für die angestrebte Geschichte, das Thema, um das es gehen soll.

- Kurze Einführung in die Dramaturgie
- Dramaturgische Aspekte in der Recherche, bei Team- und Motiventscheidungen, zur Vorbereitung des Erstkontakts mit ProtagonistInnen
- Diskussion zu konkreten Projekten der TeilnehmerInnen
- dramaturgische Aspekte für die Erarbeitung eines Treatments und/oder Teasers, einer möglichen Struktur = expliziter Dramaturgie, audio-visuellem Konzept = impliziter Dramaturgie für das geplante Filmprojekt
- Diskussion konkreter Projekte der TeilnehmerInnen, und – falls gewünscht – schreiben von Synopsen / Kurz-Pitch-Texten
- Wrap up, Zusammenfassung, evtl. Film oder Teaser zum Ausklang


Tag 2: Dramaturgische Aspekte während des Drehs

In diesem Abschnitt diskutieren wir Aspekte einer audio-visuellen Dramaturgie, ebenso wie die Relevanz des Themas und dementsprechenden Bedeutungsfazits für die dramaturgische Organisation des Materials während des Drehs. Hierzu gehört der Aspekt des Umgangs mit unvorhersehbaren Ereignissen und Wendungen. Eine andere, derzeit viel diskutierte Frage ist die nach Fakten versus Emotion – oder welche Bedeutung hat eine faktische wie künstlerische Gestaltung für den Erzählfluss? Wie kann man ein Interview so vorbereiten und gestalten, dass die verschiedenen interviewten Personen im Schnitt zueinander ins Verhältnis gesetzt werden können? Mit ausgewählten Filmbeispielen.

- Einführung in Aspekte der audio-visuellen Dramaturgie, dramaturgischer Modelle und Prinzipien, im Dokumentarfilm sein Material zu einer ‚Erzählung‘ zu organisieren und dabei auf Ereignisse reagieren zu können.
- Diskussion zu konkreten Projekten
- dramaturgische Aspekte für die Organisation, Vorbereitung und Führung von Interviews
- Diskussion konkreter Projekte, Planspiele Interview
- Wrap-up, Fragen, Zusammenfassung.


Tag 3: Dramaturgie im Schnitt.

An diesem Tag geht es zunächst um eine Vertiefung des Verständnisses der Prinzipien, nach denen ein Erzählfluss in einem dokumentarischen Film erreicht werden kann, selbst mit scheinbar disparatem Material. Wann kann oder sollte man sein Material linear-kausal oder dialektisch, assoziativ, analytisch arrangieren? Welche dramaturgischen Mittel helfen, um eine Balance und einen angemessenen Rhythmus zu erreichen. Überprüfung des ursprünglichen Konzepts, Höhepunkte, Entwicklung, Auflösung. Organisation des Materials, visuelle, akustische und narrative Dramaturgie. Der Nachmittag ist Aspekten wir Presse- und Katalogtexten, Premieren-Interviews und ähnlichem gewidmet.

- Vertiefung dramaturgischer Aspekte der Organisation, Modelle und Prinzipien einer filmischen Erzählung.
- Diskussion zu konkreten Projekten
- Vorbereitung von Premiere, Vertrieb, Interviews, Pressetexten, Fotoauswahl aus dramaturgischer Sicht. (‚does and don’ts on stage)
- Diskussion konkreter Projekte, Pressetext, Katalogtext als Schreib-Übung.
- Wrap up, letzte Fragen, Zusammenfassung.

Um sowohl die Theorieblöcke als auch die Diskussionen so genau wie möglich auf die Interessen der jeweiligen Teilnehmer*innen vorbereiten zu können, bittet die Seminarleiterin darum, ihr Projekte und Fragen, die diskutiert werden sollten, spätestens 14 Tage vorher, wenn möglich jedoch schon bei Anmeldung zuzusenden.

Internet: agdok.de/de_DE/dramaturgie-und-dokumentarfilm

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Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend