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News
Junge Filmszene im BJF

24.6.20

27. CineLatino - Es gibt einen neuen Termin!

27. CineLatino
27. CineLatino

Als erstes Tübinger Festival in Coronazeiten bietet das CINELATINO, die bundesweit bedeutendste Plattform für spanisches und lateinamerikanisches Kino, vom 15. bis 22. Juli 2020 (und 3. bis 8. August in Freiburg) in vier Städten Baden-Württembergs einen Überblick über das aktuelle Autorenkino aus Iberoamerika. Der Regionalschwerpunkt Mittelamerika gibt Einblick in eine weite und sehr vielfältige Region. Thematisch widmet sich die aktuelle Ausgabe des Festivals den „Frauen in Bewegung“.

Kino trotz Corona
Endlich wieder raus und ins Kino! Denn inzwischen dürfen die Kinos wieder öffnen, natürlich unter den gegebenen Hygienemaßnahmen. So freuen wir uns, dass es damit die Möglichkeit gab, das Festival zu verschieben und im Kino statt finden zu lassen. Das erste Filmfestival der Region, das unter den neuen Bedingungen den Versuch wagt, wieder zurück in die Kinos zu kommen.

Regionalschwerpunkt: Mittelamerika
Dieses Jahr steht eine breite Region mit vielen kleinen Filmländern im Mittelpunkt, den einzelnen, normalerweise weniger im Fokus stehenden Ländern so mehr Aufmerksamkeit zu schenken: ihren Gemeinsamkeiten, wie geringe Filmförderung und der Aufarbeitung ihrer Geschichte und auch den Unterschieden: eine Reise durch die politische Vergangenheit und ein Einblick in heutige Lebenswelten. Darunter finden sich der Episodenfilm „Dias de luz“ von sechs Regisseur*innen der Region – wegen eines Solarsturmes pausiert das normale Leben fünf Tage lang. In „Nuestras madres“ von Cesar Diaz identifiziert Ernesto, ein junger Forensiker, die Knochen von Verschwundenen und sucht gleichzeitig nach seinem ihm unbekannten Vater und nach der Wahrheit, mit der Goldenen Kamera Cannes 2019 preisgekrönt. Ein ruhiges nicaraguanisches Dorf soll einem Großbauprojekt weichen, die damit einher kommenden Veränderungen erzählt Lin Sternal aus der Sicht des zehnjährigen „Perro“, der seine Weltpremiere auf der Berlinale feierte.

Themenfokus: Frauen in Bewegung - im Spannungsfeld zwischen Suche nach Gerechtigkeit und Selbstfindung
Frauenfiguren im Fluss der Veränderung sie sind auf Identitätssuche, nach ihrer Rolle und Position in der Gesellschaft. Die Filme des Fokus zeigen, wie Frauen verschiedener Länder trotz aller Widerstände für Gerechtigkeit kämpfen und selbstbestimmt ihren eigenen Weg gehen. In „De nuevo otra vez“ (Romina Paula, Argentinien) macht die Regisseurin eine Auszeit bei ihrer Familie, um herauszufinden, wer sie eigentlich ist und sein will, auf jeden Fall mehr als „nur“ Mutter. In „Cachada“ (Marlen Vinayo, El Salvador) erarbeiten fünf Straßenhändlerinnen ein Theaterstück, das ihre eigenen Gewalterfahrungen offen und schonungslos thematisiert, um diese hinter sich lassen zu können. Während der politischen Krise im Peru der 1980er Jahre macht sich Georgina auf die Suche nach ihrem kurz nach der Geburt gestohlenen Baby; gemeinsam mit einem Journalisten decken sie ein ganzes Netzwerk für Kindesraub auf („Canciion sin nombre“ von Melina Leon, Peru).

filmtage-tuebingen.de/latino/2020/de/index.html

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