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News
Junge Filmszene im BJF

4.12.20

Von Corona-Viren, Smartphones und Donald Trump - Filmemacher bis 27 Jahre bei visionale20 ausgezeichnet


· Jeweils drei Preisträger in vier Alterskategorien und der Kategorie Young Professionals durch Jury-Wahl

· Drei Preisträger im Sonderwettbewerb #coronatime durch Online-Publikumsentscheidung

· Aufzeichnung der Online-Preisverleihung unter http://visionale-hessen.de abrufbar

Die Preisträger der visionale20 – 32. Hessisches JugendMedienFestival stehen fest. Insgesamt 18 Preise in den vier Alterskategorien 0-11 Jahre, 12-15 Jahre, 16-19 Jahre, 20-27 Jahre, der Kategorie Young Professionals und im Sonderwettbewerb #coronatime wurden am Sonntag, 29. November 2020 in einer vorher von den Veranstaltern aufgezeichneten Preisverleihung verteilt. Über die Vergabe der insgesamt mit 5.000 € dotierten Preise entschieden eine vierköpfige Experten-Jury, die Gewinner des Sonderwettbewerbs #coronatime wählte das Publikum in einer Online-Abstimmung am Vortag.

Ausgezeichnet wurden etwa der Musikclip LIFE IS STRANGE (1. Platz, 12-15 Jahre), in dessen verkehrter Welt Donald Trump im Bademantel Kehrdienst verrichtet, der Spielfilm HEIMSPIEL (1. Preis, 20-27 Jahre), der die Abhängigkeit von Smartphones innerhalb einer Familie in experimentelle Bilder übersetzt, und DAS DINGSDA - DIE WELT STEHT KOPF, den das Publikum mit 497 Stimmen auf den 1. Platz des Sonderwettbewerbs #coronatime wählte. In Form einer fiktionalen Reportage berichten Schüler*innen der Grundschule Friedrich-Ludwig-Jahn-Schule (7-10 Jahre), wie das Dingsda bzw. das Corona-Virus den Alltag der Kinder beeinflusst – und wie es gemeinsam besiegt werden kann.

Eingereicht wurden Kurzfilme aus allen Genres von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27 Jahre aus hessischen Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen und Universitäten. Aufgrund der Einwirkung von Corona war die Zahl der Einreichungen mit 78 Filmen in diesem Jahr zwar geringer, doch angesichts der erschwerten Herstellungsbedingungen für die Filmschaffenden überraschend hoch. Aufgrund des Veranstaltungsverbots wurde das Festival ins Netz übertragen, wo jedoch, aus Gründen des Persönlichkeitsrechts, nicht alle Filme der 0-19-Jährigen gezeigt werden konnten. Das Online-Filmprogramm mit 39 Beiträgen zählte über 1000 Zuschauer*innen. Die Veranstalter – Medienzentrum Frankfurt, Filmhaus Frankfurt, Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main und Gallus Theater – bedauern, dass gerade die erhellenden Filmgespräche mit Hessens Filmnachwuchs unter diesen Bedingungen nicht möglich waren, und hoffen, dass im nächsten Jahr das Festival wieder wie gewohnt an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Gallus Theater stattfinden kann. Auf der Visionale-Website http://visionale-hessen.de ist das 48-minütige Video der Preisverleihung sowie manche der ausgezeichneten wie eingereichten Filme (bei Online-Stellung durch die Urheber) dauerhaft abrufbar.

Zahlen und Fakten zur visionale20 auf einen Blick:

Filmeinreichungen: 78
Ausgewählte Filme für das Festival: 49,
davon für das Sonderthema: 10
Sonderthema: #coronatime

Die Jury der visionale20:

Mariana Pereza (Sozial- und Medienpädagogin)
Philipp Aubel (Leiter der Werkstatt der Jungen Filmszene)
Constanze Schneider (Lehrerin)
Ralph Förg (ehemaliger Geschäftsführer des Filmhaus Frankfurt)

visionale-hessen.de/visionale

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