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Junge Filmszene im BJF

1.8.22

Interview zur 57. Werkstatt der Jungen Filmszene

Frederik (links) im Filmgespräch zu "Birds"
Frederik (links) im Filmgespräch zu "Birds"

Wer bist du und wie kamst du zur Werkstatt?
Ich heiße Frederik Herre und bin wegen zwei Filmprojekten aus dem Programm, an denen ich mitgearbeitet habe, vor Ort gewesen. Bei beiden habe ich den Ton gemacht.

Wie hat es dir gefallen?
Ich fand die Positivität der ganzen Veranstaltung unglaublich schön. In unserer heutigen Welt wird oft sehr schnell kritisiert und gesagt, was alles “nicht stimmt”. Dabei lernen wir nur aus Fehlern und müssen diese begehen, um uns zu verbessern. Und am Ende sollte doch der Spaß im Vordergrund stehen! Bei der Werkstatt wurden in erster Linie Komplimente gemacht und dann noch der eine oder andere Tipp gegeben. Super schön fand ich auch, dass es so viele verschiedene Filme abseits der Norm gab. Durch Kino, Netflix und Co. haben wir uns an bestimmte Erzählstile im Film gewöhnt. Dass es auch kreativ, anders und trotzdem schön geht, wurde mir hier vorgeführt.

Gab es für dich ein persönliches Highlight?
Meine Highlights waren die Filme der Jüngsten unter uns. So viel Kreativität und, dass diese Filme so viele Gefühle bei mir auslösen konnten, hatte ich nicht erwartet. Darum geht es doch bei Kunst und Film -das ganze Event hat mich wieder etwas geerdet und mir bewusst gemacht, was die Wurzeln des Filmemachens eigentlich ist. Je älter man wird, desto mehr verliert man sich in technischem Know-How und vergisst die Basics.

Wem empfiehlst du die Werkstatt?
Ich würde die Werkstatt jedem empfehlen, der wieder geerdet werden will und zu den Wurzeln des Filmemachens zurück will! Außerdem ist das Event perfekt um Leute kennen zu lernen (vielleicht ja sogar aus deiner Stadt oder für ein gemeinsames Anmelden im nächsten Filmcamp) und zusammen ein schönes Wochenende zu verbringen.

Was hast du jetzt vor?
Ich probiere einen heute immer noch unkonventionelleren Weg zu gehen und einen YouTube Channel zu machen, den ich hauptberuflich führen kann. Im Gegensatz zu traditionellem Filmemachen, wo man sich auf eine Rolle spezialisiert, muss ich hier alles ein wenig können (von Storytelling, Schauspiel zu Kamera, Ton, Schnitt und Farbbearbeitung).

Wo bist du nächstes Jahr an Pfingsten?
Ich werde nächstes Jahr wahrscheinlich gerade auf Bali sein - was ich sehr schade finde, da ich gerne wieder zur Werkstatt kommen würde! Andererseits werde ich mit 29 Jahren auch langsam zu alt und überlasse gern der neuen Generation an Filmemacher*innen das Feld!

Frederik Herre ist 28 Jahre alt und für den Ton der beiden Filme "Weil ich Leo bin" und "Birds", die im Programm der Werkstatt 2022 liefen, verantwortlich.
Das Interview führte Lena Hormel.


werkstatt.jungefilmszene.de/

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