Zum Artikel springen
Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

7.1 Filmformate

35MM-FILM
Dieses Format wird im Kino verwendet. Die Herstellung eines Filmes auf 35mm ist sehr aufwendig und kostspielig, weil das Material sehr teuer ist und die Bearbeitung nur in speziellen Labors durchgeführt werden kann.
Für gewöhnlich filmt man auf Negativmaterial.
Die Auflösung beträgt 2,4K, also 2 400 000 Bildpunkte.
Das Bildformat bei der Aufnahme des Negativs ist 22x16mm. Bei der Vorführkopie kommt die Tonspur hinzu, weshalb das Bildformat auf 21x15,3 schrumpft.

*VORTEILE: professionelle Qualität in jeder Hinsicht
*NACHTEILE: extrem teuer und aufwendig, im Amateurbereich darum eigentlich nicht verwendbar

16MM-FILM
16mm ist ein semi-professionelle Format, das heute vor allem an den Filmhochschulen verwendet wird, weil es billiger als 35mm ist, aber eine ähnliche Qualität hat und im Prinzip genauso gehandhabt werden muß.
Die Auflösung beträgt ca. 500 000 Bildpunkte, das Bildformat 10x7,5mm.
Wenn es auf hohe Qualität ankommt, speziell wenn später nach 35mm umkopiert werden soll ("Aufblasen"), wird eine Variante des 16mm-Films, das sogenannte Super-16mm, für die Aufnahme verwendet.
So kann man Kosten sparen und dennoch am Ende eine Kinokopie des Filmes herstellen.

Früher wurden auch fast alle Fernsehproduktionen auf 16mm gedreht, bis das Format durch die moderne Videotechnik abgelöst wurde.
Auch heute noch werden hochwertige Fernsehspiele und Krimis wie "Derrik" und "Tatort" auf 16mm-Film gedreht, weil Film einfach für die verschiedenen Fernsehnormen abgetastet werden kann.

*VORTEILE: sehr gute Bild- und Tonqualität
*NACHTEILE: noch immer relativ hohe Kosten für Material und Labor; Tonaufnahmen vom Film getrennt


SUPER 8
Super 8 ist ein Amateurformat, das in den 60er und 70er Jahren sehr populär war und vor allem für Urlaubsfilme von jedermann/-frau verwendet wurde, weil es einfach und billig in der Handhabung und Nachbearbeitung ist. Im Amateurbereich ist es in den 80er Jahren weitgehend von Video verdrängt worden. Heute erlebt Super 8 eine kleine Renaissance: Sowohl Amateure als auch Profis drehen wieder auf Super 8, weil sie das herkömmliche Videobild "zu clean" finden, und weil ihnen der unverkennbare, leicht "trashige" Charakter des Materials so gut gefällt. Es zeichnet sich vor allem durch leicht übertriebene Farben und Kontraste aus. Oft wird Super 8 heute nur als Aufnahmeformat verwendet. Man kann die Aufnahmen beliebig auf andere Formate übertragen, indem man sie auf 16mm oder 35mm "aufbläst" (engl. "blow up") oder auf ein Videoformat "abtastet" und sie erst dann bearbeitet.
*VORTEILE: billigstes Filmformat (ca. DM 28,- für 2 1/2 Minuten Material), Filmästhetik
*NACHTEILE: eigenwillige Bildqualität ,schlechter Bildstand

NORMAL 8, DOPPEL8, SINGLE 8
Diese Formate stammen aus derselben Zeit wie Super 8 und wurden von diesem schließlich verdrängt, obwohl etwa Doppel 8 dem Super 8 vor allem durch seinen ruhigeren Bildstand qualitativ deutlich überlegen war. Heute ist es sehr schwer und teuer, Material für diese Formate zu bekommen, und es sind zumeist Liebhaber und Sammler, die sich dafür interessieren. Fündig werden kann man auf www.kahlfilm.de

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend