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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

5 Schriftliche Formen der Ideenfixierung

Um die Geschichte für einen Film schriftlich festzuhalten, gibt es grundsätzlich drei Formen, die sich in ihrer Länge und Ausführlichkeit unterscheiden:
Exposé, Treatment und Drehbuch. (Die vierte Form der Ideenfixierung ist das Storyboard - Es ist aber eine graphische Variante.)

Exposé und Treatment sind unentbehrlich, wenn man sein FILMPROJEKT ANDEREN PRÄSENTIEREN will. Darstellern und Helfern bei einem eigenen Filmprojekt erleichtern sie den Einstieg, und im professionellen Bereich gibt es kaum einen Produzenten, der sich ein Drehbuch durchlesen wird, ohne zuvor ein Exposé dazu gelesen haben.

VOR- UND NACHTEILE DER FORMATE
Will man völlig systematisch an einem Drehbuch arbeiten, so bietet es sich an, sich an diese Reihenfolge zu halten und erst komplette Geschichten mit allen ihren kausalen Zusammenhängen zu entwerfen, bevor man sie mit weiteren Ideen ausschmückt und die Details und Dialoge schießlich im Drehbuch festlegt.
Der Vorteil dieser Arbeitsweise ist, dass man im übersichtlichen EXPOSE die Geschichte leichter auf Herz und Nieren prüfen und unlogische Stellen erkennen kann.
Schreibt man alles gleich in DREHBUCHform auf, so ist es schwieriger, Fehler überhaupt zu sehen, und es ist auch ein wesentlich größerer Arbeitsaufwand, sie dann auszubügeln. Je einfacher und übersichtlicher die Form einer Geschichte ist, desto klarer sind ihre Schwächen zu erkennen. Wenn man das Gefühl hat, man kommt auf der Drehbuchebene nicht voran, dann sollte man versuchen, ein Exposé zu schreiben. Dies wird helfen, Fehler und unlogische Stellen zu entdecken.
Letztlich kann ein Drehbuch auch kaum funktionieren, wenn sich dazu kein schlüssiges Exposé oder Treatment schreiben läßt. Und oft muss man ganze Teile des Drehbuchs verwerfen, wenn man merkt, dass sie eigentlich gar nicht in die Geschichte passen.

Natürlich schreibt man normalerweise nie durchgehend in der gleichen Ausführlichkeit. Während man manche Szenen schon bildlich und mitsamt Dialogen vor sich hat, weiß man vielleicht noch gar nicht, mit was für einer Szene man den Film überhaupt beginnen lassen will. Man sollte ruhig detaillierte Ideen aufschreiben, selbst wenn man noch dabei ist, die grobe Struktur niederzuschreiben. Überarbeiten kann man das Ganze später immer noch.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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