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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

5.4 Drehbuch

Filmleute sind im allgemeinen sehr eitel und reagieren empfindlich, wenn sie glauben, man wolle ihnen "reinreden".
Das Drehbuch sollte deshalb keine konkreten Kamera-Anweisungen enthalten. Das ist nicht die Aufgabe des Autors, sondern des Regisseurs.
Der Autor schreibt das Buch, der Regieseur setzt es für die Verfilmung um und führt die Schauspieler.
Der Kameramann setzt das Licht und führt die Kamera so, dass er die Geschichte im Sinne des Regisseurs einfängt.
Oft kauft die Produktionsfirma das Drehbuch mit allen Rechten und "bearbeitet" es noch einmal. Was dabei herauskommt, hat unter Umständen nur noch wenig mit den ursprünglichen Vorstellungen des Autors zu tun.

FORMAT
Ein Drehbuch hat im professionellen Bereich ein bestimmtes Format/Layout, das dem für Theaterstücke ähnelt.
Es gibt natürlich verschiedene Varianten, doch erfüllen sie alle denselben Zweck. Es werden (oft in einer Überschrift) die Nummer der Szene, der Handlungsort (oft mit der Unterscheidung INNEN oder AUSSEN) und die Tageszeit (TAG, NACHT, ABEND, MORGEN) genannt.
Dann folgen Beschreibungen der Szenerie. Anwesende und auftretende Personen, Gegenstände und oft auch Geräusche werden, wenn sie zum ersten Mal erwähnt werden, oft in GROSSBUCHSTABEN geschrieben, um den Text übersichtlicher zu machen. Die Dialoge stehen dann sehr eng eingerückt und haben den Namen des Sprechers als Überschrift. Zustände oder Handlungen von Personen während der Texte werden in Klammern und oft kursiv gesetzt.
Drehbücher zum Anschauen finden sich z.B. auf www.regie.de

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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