Zum Artikel springen
Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

2.2.2 Einstellungsgrößen

Der Bildausschnitt, den die Kamera abbildet, ist gegenüber dem normalen zweiäugigen Sehen eingeschränkt.
Über die Einengung des Bildausschnitts kann die Aufmerksamkeit des Zuschauers im Sinne des Aussagewunsches des Films gezielt gesteuert werden.
Die einzelnen Einstellungen werden dann aus verschiedenen Richtungen und mit unterschiedlichen Bildgrößen aufgenommen.

Die Benennung der Einstellungsgrößen ist sehr uneinheitlich und im einzelnen immer vom Ganzen abhängig. (Handelt der Film z.B. vom Auge, ist natürlich das Auge die Totale und die Pupille das Detail.)

Gängige EINSTELLUNGSGRÖSSEN sind:

DIE WEITAUFNAHME (PANORAMA):
Die Weitaufnahme zeigt den größtmöglichen Bildausschnitt, noch mehr als die Totale.

DIE TOTALE:
Die Totale zeigt das Ganze, z.B. einen Raum im Ganzen.
Sie gibt einen Überblick, führt den Zuschauer ein, soll ihm Orientierung geben.
Deshalb steht die Totale meist am Anfang eines Films und am Beginn neuer Sequenzen und Komplexe.
Totalen müssen im Verhältnis zu anderen Einstellungen besonders lang gezeigt werden, damit die Zuschauer alle Einzelheiten erfassen können.
Totalen verlangsamen also den Schnittrhythmus.

DIE HALBTOTALE:
Die Halbtotale löst z.B. eine wichtige Personengruppe heraus und zeigt sie so, dass sie das Bild in der Höhe ganz ausfüllt.

Die AMERIKANISCHE:
Die Amerikanische ist eine Sonderform aus dem Western.
Diese Einstellung zeigt eine Person bis zum Knie, so dass das Ziehen der Waffe gut zu sehen ist.

DIE HALBNAHE:
Die Halbnahe zeigt die Personengruppe nur noch zu 2/3, also mit "abgeschnittenen" Beinen.

DIE NAHE:
In der Nahen werden die Personen nur zu 1/3 erfasst (z.B. das Gesicht einer Person).

DIE GROSSAUFNAHME:
Mit der Grossaufnahme wird ein WICHTIGES Detail gezeigt (z.B. eine tickende Uhr).

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend