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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

2 Film als Medium

Der Film ist ein ganz besonderes Medium.
Er unterscheidet sich durch seine Möglichkeit, Bewegung aufzuzeichnen und wiederzugeben, grundlegend von anderen Medien.

Ein (traditionell inszeniertes) THEATERSTÜCK hat zwar die Möglichkeit, Handlungen darzustellen, doch sind (ohne den Einsatz von Multimediatechniken) viele Dinge, wie etwa Schauplatzwechsel, schwer darstellbar. Ähnlich wie im Hörspiel ist man auf den so genannten "Botenbericht" angewiesen, wenn man dem Publikum klar machen will, dass vor den Toren der Stadt ein Krieg tobt. Die stärksten Mittel des Theaters sind Worte und Gesten.

Die wichtigsten Stilmittel, die das Medium Film bietet und die es am deutlichsten vom seinem nächsten Verwandten, dem Theater, unterscheidet, sind die EINSTELLUNG UND DIE PERSPEKTIVE DER KAMERA und der SCHNITT (MONTAGE).
Der Film lebt von der Beweglichkeit der Bildelemente und der Kamera!
Durch die Einstellung, Perspektive und Bewegung der Kamera kann man die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf bestimmte Dinge lenken. Denn der Zuschauer sieht nur das, was man ihm zeigen will. Außerdem sieht er nicht, was sich außerhalb des Bildes befindet.

Das Medium Film konnte erst zu einem Zeitpunkt entstehen, als die Technik weit genug entwickelt war.
1893 wurden die ersten Edison-Kinetoskope-Filme erstmals öffentlich vorgeführt.
Zuerst beschäftigten sich lediglich Techniker mit Film, aber bald interessierten sich auch Künstler für diese neue Ausdrucksform.
Anfangs wurden nur reale Ereignisse abgefilmt; in der Zeit zwischen 1902 und 1908 begann man jedoch damit, Ereignisse speziell für einen Film zu inszenieren - der Beginn der Filmregie.

Dieser Zeit der Filmpioniere 1893-1908 folgten die Jahre der Entwicklung und des Aufstiegs 1909-1914, die mit einer enormen Technisierung verbunden waren.
Aber erst nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich der Film zu einem anerkannten künstlerischen Ausdrucksmittel.
Im Unterschied zu anderen Künsten ist das Drehen eines Films mit einem hohen technischen und personellen (und damit auch finanziellen) Aufwand verbunden.
So entstand eine gigantische Filmindustrie.



 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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