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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

2.4 Filmgeschichte

Filmgeschichte - die frühe Einstellung

In den Anfängen des Films (1897) war nur eine einzige Einstellung bekannt: die Totale. Ein Film wurde wie ein Theaterstück inszeniert, d.h. die Schauspieler spielten ausschließlich auf der Bühne und wurden von der Kamera von einer festen Position aus in einer festen Einstellungsgröße aufgenommen (aus der Mitte in der Totalen). Man wagte nicht, weniger als das Ganze zu zeigen.
Der Kinobesucher sah die Handlung genau so, wie sie ein Theaterbesucher von einem Parkettplatz aus sehen würde.
Louis Lumiere drehte 1895 den dokumentarischen Film "Die Ankunft des Zuges".
In diesem Film werden scheinbar schon alle heute gebräuchlichen Einstellungsgrößen verwendet:
Totale: Bahnhof mit nahendem Zug
Halbtotale: haltender Zug
Halbnahe: aussteigende Menschen
Nahe: einige Menschen
Lois drehte jedoch nicht einzelne Einstellungen, sondern eine ununterbrochene Bildfolge. Die Einstellungsgröße änderte sich dadurch, daß die Bildelemente sich auf die Kamera zu bewegten.
Es handelte sich in Lumieres Film also noch nicht um verschiedene Einstellungsarten!
Um von verschiedenen Einstellungsarten sprechen zu können, muss man erkennen können, dass die Kamera von unterschiedlichen Standpunkten aus mit unterschiedlichem Bildwinkel auf die Szenerie geblickt hat. Dazu müssen die Einstellungen an der richtigen Stelle geschnitten und aneinandergefügt werden.

Es war David Griffith, der in seinem Film "After many Years "(1908) als erster
den Standpunkt der Kamera wechselte und verschiedene Einstellungsgrößen verwendete.

 


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