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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

11.3.1 Technik

Die KAMERA
Kleine, leichte Modelle sind zwar für den Touristen bequemer, aber für unsere Zwecke sollte sie lieber etwas größer und schwerer sein, damit sie sich ruhiger in der Hand halten und einfacher bedienen lassen.
Sie sollte sich in möglichst vielen Funktionen manuell einstellen lassen, am besten direkt und nicht im x-ten Untermenü.
Besonders wichtig sind Focus (nie Atofocus verwenden!) und Weissabgleich
(Vorsicht: digital 8 hat im Gegensatz zu DV keinen Weissabgleich!!!).

Stativ:
Je größer und schwerer das Stativ ist, um so besser ist es.
Außerdem sollte man bei der Auswahl des Stativs auf einen weichen Gang des Kopfes achten. Wichtig ist auch, ein Modell zu verwenden, das keine Mittelsäule hat, sondern eine "Nivellierhalbkugel", mit der man die Kamera unabhängig vom Stativ ausbalancieren kann

DER STATIVKOPF
Es gibt Friktionsköpfe und Fluidköpfe.
Friktionsköpfe arbeiten mit Reibungswiderstand. Da der Reibungswiderstand nicht gleichmäßig ist, kann es besonders bei langsamen Bewegungen zu Rucken kommen.
Fluidköpfe erzeugen dagegen einen sehr gut kontrollierbaren Widerstand. Ihr Funktionsprinzip beruht darauf, daß Silikonfette durch Ringe gepreßt werden.

BEINE
Je größer und schwerer ein Stativ ist, umso stabiler ist es auch.
Wichtig ist es, ein Modell zu verwenden, das keine mMttelsäule hat, sondern eine "Nivellierhalbkugel", mit der die Kamera unabhängig vom Stativ ausbalanciert werden kann.

DIE VERSCHIEBEPLATTE
Die Verschiebeplatte ermöglicht es, die Kamera nach vorn und hinten zu verschieben, um ihren Schwerpunkt an verschiedene Objektive anzupassen.

TON:
Ein gutes, abgesetztes Mikrofon an einer Angel (durchaus wörtlich zu nehmen) ist die Grundlage einer guten Tonaufnahme.

TON-Angel
Einfach eine Angel im Fischereibedarf kaufen, die vordersten Segmente entfernen, ein Gewinde einkleben -fertig.

LICHT:
Für die Ausleuchtung einer Szene sind mindestens drei Leuchten notwendig: für Führung, Aufhellung und Effekt.
Reflektoren lassen sich aus Styroporplatten aus dem Baumarkt herstellen.
Holzrahmen für Filterfolien sind leicht selber zu bauen.

DOLLY
Einfache Fahraufnahmen gelingen gut aus einem Rollstuhl. Ein Schienendolly lässt sich aus Skateboardrollen und Abnlussrohr aus dem Baumarkt bauen.
Schaut Euch bei der Firma "ABC-Products" an, wie deren "Dolly in a box" gebaut ist.

STEADYCAM
Ein richtiges Stadycam ist finanziell unerreichbar. Auch was im Hobbysektor so als "Steadycam" angeboten wird, ist nichts anderes als ein gebogenes Stück Rohr und ein Kugelgelenk - und kostet 1000DM !!!
Das geht auch einfacher und billiger: Probiert es mit einer aufgesägten Alu-Fahrradfelge!

QUELLEN
Mein Geheimtip sind die Offenen Kanäle. Dort kann man fast alles leihen. Der OK in Ludwigshafen hat sogar einen ABC-Leichtkran !!!!
Jeder, der im Einzugsbereich eines OK wohnt und den Film dort sendet, darf sich Ausrüstung ausleihen.


 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend