Zum Artikel springen
Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

13.2 Die Postproduktion eines Videos

Bei der Postproduktion eines Videos gibt es zwei Möglichkeiten.
1. Linearer Schnitt ONLINE
Der Lineare Schnitt findet mit zwei oder mehreren Videorekordern statt. Dabei verden die verschiedenen Takes nacheinander auf ein Masterband kopiert. Dabei muß man sich sehr gut vorher überlegen, wie man schneiden will, da ein nachträgliches Einfügen oder Herausnehmen von Einstellungen nicht mehr möglich ist, ohne eine weitere Videogeneration anzufertigen.
Dabei gibt es zwei Modi:

- Assemble Schnitt verwendet man, wenn man schnell ohne ein vorkodiertes Band schneiden möchte, und die Folge der Schnitte schon gut im Kopf hat. Hier wird alles, was auf dem Band an Bild und Ton vorhanden ist, ab dem Einstiegspunkt auf das Master überspielt.
Diese Form des Schnitts ist im Nachrichtenbereich, wo es um Minuten geht, sehr gebräuchlich.

- Insert Schnitt verwendet man, wenn man Szenen einfügen, (insertieren)
möchte, Dazu benötigt man ein vorkodiertes Band, auf dem ein Timecode vorhanden ist. Dieser ist dann vorhanden, wenn ein Bild - am besten ein schwarzes - aufgespielt wird.
Anschließend kann man auf diesem Master seinen Film schneiden.
Ein Vorteil des Insertschnitts ist es, das man nun die einzelnen Bild- und Tonspuren getrennt von einander bearbeiten und auf das Master überspielen kann.
Ein nachträgliches Einfügen von Szenen ist auch in diesem Modus nicht möglich, da dazu der Platz auf dem Videoband fehlt.

2. Nicht Linearer Schnitt OFFLINE Schnitt
Den Nicht Linearen Schnitt gibt es, seit man mit Computern schneiden kann. Bei dieser Vorgehensweise wird zuerst das gesammte Material in einer VHS gleichen Auflösung auf eine Festplatte überspielt. Wenn der Film fertig ist, werden die Festplatten, auf denen das Videomaterial liegt gelöscht und nur das für den Feinschnitt benötigte Material erneut eindigitalisiert. Diesmal in der besten Auflösung, die das Programm bietet.
Bei DV lohnt es sich nicht, in geringerer Qualität einzudigitalisieren, da die Datenmenge überschaubar ist. Eine Minute DV benötigt 216 MB Festplattenspeicher, eine Minute DigiBeta etwar 600 MB.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend