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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

13.5 Schnitt / Montage

CUTTER
Der sog. Cutter kümmert sich um den Bildschnitt.

SICHTUNG
Der erste Schritt in der Postproduction ist die Sichtung und Bewertung des Materials:
Welche Takes sind beim Dreh ausgewählt worden, welche Alternativen gibt es?

SCHNITTPLAN


BILDSCHNITT
Zuerst wird ein Rohschnitt gemacht. Beim Rohschnitt werden alle Einstellungen in der im Drehbuch beschriebenen Reihenfolge aneinandergeschnitten. Die genaue Länge der einzelnen Szenen und die Übergänge werden später angepasst.
Danach macht der Cutter einen Endschnitt, in dem der Schnittrhythmus feinabgestimmt wird.

SCHNITT (MONTAGE)
Technisch gesehen bedeutet der Schnitt im Film, verschiedene Filmstreifen aneinanderzukleben, bei analoger Videotechnik ist es ein Hintereinander-
kopieren von Szenen. Egal, wie man den Schnitt technisch durchführt, bleibt das Prinzip immer dasselbe: Beim Schnitt werden verschiedene Aufnahmen hintereinander montiert, die dann zusammen und in einer bestimmten Reihenfolge einen bestimmten Sinn ergeben, und zum Beispiel eine Geschichte erzählen, oder bestimmte Kontraste erzeugen. Außerdem kann man Aufnahmen hintereinanderschneiden, die an völlig verschiedenen Orten oder zu ganz unterschiedlichen Zeiten gemacht wurden. Auf diese Weise kann man einen Zusammenhang zwischen diesen verschiedenen Szenen herstellen, auch wenn sie auf den ersten Blick gar nichts miteinander zu tun haben. Auch kann man von einem Moment zum anderen problemlos einen Schauplatz verlassen und zu einem anderen wechseln.

Eine besondere Form der Montage ist der TONSCHNITT. Er bietet die Möglichkeit, Filmbilder und Töne (Geräusche, Sprache, Musik etc.), die bei der Aufnahme gar nicht vorhanden waren, zu verbinden und auf diese Weise bestimmte Effekte zu erzielen.

Egal ob auf Film oder Video gedreht wurde, erfolgt der Schnitt heute fast immer an einem nonlinearen digitalen SCHNITTSYSTEM. Das bekannteste ist wohl Avid.
Eine neue und billigere Schnittsoftware auf der gleichen Ebene bietet die Firma Apple mit Final Cut Pro für ihre Rechner an.
Diese Systeme erlauben aber nicht nur den Schnitt, sondern die komplette Nachbearbeitung des Films:
-Digitaleffekte können hinzugefügt werden.
-Die Farbstimmung von aufeinanderfolgendenSzenen
kann angeglichen werden.
-die komplette Ton-Bearbeitung ist am Computer möglich.

AUFGABE DER REGIE BEIM SCHNITT
Der Regisseur ist dem Produzenten gegenüber für die mediengerechte Umsetzung des vom Autor gelieferten Stoffes und die Einhaltung des Bugets verantwortlich.
Die Tätigkeit des Regieseurs endet nicht mit Abschluss der Dereharbeiten.
Die Aufgabe der Regie in der Postproduktion liegt zusammen mit dem Cutter im Schnitt .
Oft redet der Produzent dem Regisseur beim Schnitt rein. Manchmal werden verschiedene Versionen erstellt und einem Testpublikum vorgeführt. Je nach Reaktion werden dann Korrekturen angebracht. Manchmal verlangt auch die FSK einen Neuschnitt, z.B. wenn der Film Gewaltszenen enthält, aber ab einem niedrigen Alter freigegeben werden soll.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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