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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

6.3.5 Viva-style (wackelige Kamera)

Die wackelige Kamera ist heute ein beliebtes Stilmittel, z.B. im Actionfilm! Sie ist dem Reportagefilm entnommen, in dem der Kameramann aus Gründen der Beweglichkeit oft von der Schulter dreht.
Der Reportage-Kameramann filmt Tatsachen (zum Beispiel Gefechte in Krisengebieten). Der Spielfilm-Kameramann dagegen filmt Inszeniertes - die aus Reportagen vertraute unruhige Kameraführung läßt dem Zuschauer das Geschehen aber realistischer erscheinen.
Das ist der positive Aspekt der "wackeligen Kamera" als Stilmittel. Der Film "Soldat James Rian" hat damit, glaube ich, sogar einen Oskar für Kameraarbeit bekommen.
Doch wie fast alles im Leben hat die wackelige Kamera auch ihre Schattenseiten. Bei Amateurproduktionen wird sie schnell als "Versagen des Kameramannes" gewertet. Ausserdem kann sich der Zuschauer nicht mehr richtig auf den Film konzentrieren. Er schaut zwar zur Leinwand oder zum Fernseher hin, da der Mensch eine Tendenz hat, sich Bewegungen (und damit möglichen Gefahrenquellen) zuzuwenden, versteht aber nicht besonders viel vom Inhalt des Films, da er sich immer wieder neu orientieren muss.

Speziell bei MTV und VIVA wird die Kamera ständig gefahren, gezoomt, geschwenkt und dazu noch verkantet .

MTV hat noch eine Besonderheit in der Kameraführung: Der Moderator spricht die Regieanweisung oft direkt in die Kamera.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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