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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

6.3.7 Zoom

ZOOM
Entgegen der verbreiteten Meinung gehört der Zoom nicht zu den Kamerabewegungen! Die perspektivische Wirkung beim Zoom ist eine völlig andere als bei einer Kamerafahrt.
Der Zoom ist eine unnatürliche Bewegung, weil das menschliche Auge eine solche Bewegung nicht durchführen kann. Er wirkt im Film deshalb künstlich.
Eine gute Kamera verzichtet deshalb auf den Zoom, wo immer es geht.
Eine Ausnahme ist der Fingerzeigzoom. Durch die extreme Schnelligkeit, mit der der Zoom eingesetzt wird, hebt er ein bestimmtes Bildelement besonders hervor. Eine solche Betonung hat dramaturgisch Sinn, wenn es um einen Gegenstand oder eine Person geht, auf die der Zuschauer besonders aufmerksam gemacht werden soll.
Generell gilt, dass eine Kamerabewegung dann sinnvoll ist, wenn sie einem dramaturgischen Zweck dient.

ZOOMFAHRT
Der Zoom kann keine Fahrt ersetzen .
Beim Zoom verändert sich die Perspektive weil sich die Brennweite verändert.
Bei der Fahrt bleibt die Brennweite konstant und die Kamera nähert sich wirklich.
Der Bildwinkel bleibt gleich.

VERTIGO (nach Hitchcock)
Ein interesanter Effekt ist der Vertigo-Effekt .
Dabei wird der Zoom entgegengesetzt einer gleichzeitigen Fahrt benutzt;
also eingezoomt und weggefahren oder ausgezoomt und zugefahren.
Der Effekt ist, dass sich der Hintergrund ändert, der Vordergrund aber konstant bleibt.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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