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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

6.1.1 Objektive Brennweite Perspektive

Die wichtigsten Begriffe der Optik:

LINSEN:
In der Optik unterscheidet man:
Sammel- bzw. Positivlinsen, die bikonvex geformt sind und Zerstreuungs- bzw. Negativlinsen, die bikonkav geformt sind.

BRENNWEITE:
Die Brennweite ist die Entfernung zwischen Aufnahmeebene und Objektiv- Hauptebene.
Objektive mit kleiner Brennweite haben einen grossen Bildwinkel.
Objektive mit gosser Brennweite haben einen kleinen Bildwinkel.

BILDWINKEL:
Aus dem Verhältnis zwischen Brennweite und Filmformat ergibt sich der Bildwinkel.
Das Seitenverhältnis (Verhältnis Breite zu Höhe) ist beim Film 16:9 und beim Fernsehen 4:3.
Deshalb ist der horizontale Bildwinkel größer als der vertikale.

BRENNWEITE / PERSPEKTIVE:
Die perspektivische Wirkung ergibt sich aus dem Abbildungsverhältnis von Vorder- zu Hintergrund.

WEITWINKELOBJEKTIV:
Objektive mit kurzen Brennweiten werden als Weitwinkelobjektive bezeichnet.
Sie haben einen Bildwinkel von >35°.
Beim Weitwinkelobjektiv werden nahe Objekte relativ zum Hauptmotiv größer abgebildet (Zentralperspektive).
So wird eine starke Tiefenwirkung erzielt.

NORMALOBJEKTIV:
Der normale Blickwinkel eines Menschen beträgt 24-35°.
Als Normalobjektiv bezeichnet man ein Objektiv, das einen Bildwinkel hat, der diesem menschlichen Sehen entspricht.
Welche Brennweite das im konkreten Fall ist, hängt vom Filmformat ab.
Als Faustregel kann gelten: Die Brennweite des Normalobjektivs entspricht der Diagonalen des Filmformats in mm.
Da die Perspektive des Normalobjektivs dem natürlichen Seheindruck des Auges entspricht, wirkt sie im Film eher unauffällig.

TELEOBJEKTIV:
Objektive mit lange Brennweiten werden als Teleobjektive bezeichnet.
Sie haben einen Bildwinkel von <24°.
Beim Teleobjektiv erscheint die Entfernung zwischen den Objekten kleiner als sie in der Realität ist .
Das Bild wirkt dicht gedrängt, gestaucht, flach.(Parallelperspektive)
Es entsteht kaum ein räumlicher Eindruck.

ZOOMOBJEKTIVE:
Zoomobjektive haben eine variabele Brennweite, meist aber eine schlechtere optische Qualität als Festbrennweiten-Objektive.

MAKROOBJEKTVE:
Makroobjektive sind Spezialobjektive für Nahaufnahmen.

VORSATZLINSEN:
Vorsatzlinsen können vor dem Objektiv angebracht werden, um die Brennweite
im Weitwinkel- oder Nahbereich zu erweitern.
Vorsatzlinsen werden mit einem Multiplikationsfaktor bezeichnet. Ein Faktor unter 1 lässt das Bild weitwinkliger werden; bei einem Faktor über 1 wird das bild teliger.

KONVERTER:
Durch zwischen Objektiv und Kamera angebrachte Konverter kann die Brennweite verlängert werden, meist um den Faktor 2, also verdoppelt.
Leider werden dabei auch alle Objektivfehler mit verdoppelt und die Lichtstärke nimmt ab.

GEGENLICHT-SONNENBLENDE:
Lichtsrahlen fallen nicht nur von vorne, sondern von allen Seiten in das Objektiv ein.
Das mindert die Wiedergabequalität und verursacht Reflexe.
Durch eine Sonnenblende wird der seitliche Lichteinfall verhindert.
Bei Weitwinkelobjektiven kann es dabei aber zu Vignetierung kommen.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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