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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

4 Storytelling - Tipps für die Schreibe

Problem beim Schreiben

Was einem niemand sagt: Beim Drehbuchschreiben kann man sehr gut verzweifeln, etwa dann, wenn man nämlich nicht mehr weiter weiß. Dann ist es am besten, sich mit anderen kurz zu schließen.
Sucht jemanden, dem ihr eure Geschichte anvertrauen könnt. Gewinnt Distanz zu euerer Geschichte und lasst euch außen vor. Funktioniert auch nicht immer, macht es aber manchmal leichter, gute Ideen von nicht so guten zu unterscheiden.

Jeder, der öfter die Feder zur Hand nimmt, kennt sie: die SCHREIBBLOCKADE. Eben noch mitten im Fluß der Worte und Gedanken, fällt einem plötzlich nichts mehr ein oder bleibt man an irgendeiner Sache hängen und ist damit völlig unzufrieden, ohne sagen zu können, warum, und ohne auch nur andeutungsweise zu wissen, wie man jetzt weitermachen könnte. Vor allem für einen Erfinder von Geschichten ist dies ein verheerender Zustand, und oft endet eine kleine Blockade in völliger Verkrampfung, weil man sie um jeden Preis überwinden will.

- Oft genügt es, einfach an einer anderen Stelle des Drehbuches weiterzuarbeiten. Man kann sich schließlich nicht dazu zwingen, eine Idee zu haben. Man kann ihre Entstehung nur begünstigen, z.B. durch RECHERCHEN und BRAINSTORMING.
- Oft ist es auch sinnvoll, den Stift beiseite zu legen und etwas völlig anderes zu machen (z.B. kochen, musizieren, spazieren gehen, aufräumen, etc.). Indem man sich ablenkt, lässt man den Ideen wieder freien Lauf.
- Manche Menschen lassen sich gerne Geschichten erzählen. Schon alleine seine eigene Geschichte vortragen zu lassen, lässt sie einen aus einer völlig neuen Perspektive betrachten.
- Manche Ideen sind auch einfach noch nicht reif genug, um in Geschichten verpackt zu werden. Man sollte sie dann einfach in die Schublade stecken und ruhen lassen. Es kann sein, dass man sie später hervorzieht und mit neuen Eingebungen problemlos weiterschreiben kann.

Bücher zum Thema Drehbuch

- Syd Field, Das Handbuch zum Drehbuch (2001-Verlag) (Ein erster Einstieg in Filmdramaturgie. Sehr schematisch und für Fortgeschrittene unbrauchbar.)
- Oliver Schütte, Die Kunst des Drehbuchlesens (Bastei-Lübbe) (Auch für Drehbuchschreiber sehr gut geeignet und auf hohem Niveau.)
- Christopher Vogler, Die Odyssee des Drehbuchschreibers (2001-Verlag) (Sehr interessantes Werk über psychologische und mythologische Strukturen im Film.)

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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