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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

4.3 Von der Geschichte zum Drehbuch

Hat man nun eine Geschichte, die "funktioniert", die - auf welche Weise auch immer - eine dramatische Entwicklung aufweist, dann hat man die Grundlage für ein Drehbuch. Doch nicht nur das. Aus vielen Geschichten könnte man genauso gut ein Buch oder eine Kurzgeschichte, ein Hörspiel oder ein Theaterstück machen.

Es liegt in seiner Natur, dass der FILM die visuellste dieser erzählenden Kunstformen ist. Niemand ist gezwungen, zu rechtfertigen, warum er das Medium Film wählt, um seine Geschichte zu erzählen. Doch die Erfahrung zeigt, dass ein Film, der sich seiner Ausdrucksmöglichkeiten bewußt und visuell angelegt ist, immer ein wenig intensiver ist als einer, dessen Geschichte eigentlich besser im Theater aufgehoben gewesen wäre. (Viele Kinoversionen von Theaterstücken kranken daran, dass sie einfach nur wie abgefilmte Theaterstücke aussehen.)
Alfred Hitchcock hat bespielsweise immer versucht, so weit wie möglich auf Dialoge zu verzichten, weil sie ein "unfilmisches" Mittel seien. Anstelle von Worten setzte er Gesten und Gesichtsausdrücke in Großaufnahmen, wie man sie im Theater schon alleine aufgrund der großen Entfernung der Darsteller zum Publikum nicht wirkungsvoll einsetzen könnte. Dialoge dienten ihm nur, um Informationen zu vermitteln, die visuell nicht darstellbar waren.

So hat jedes Medium seine Stärken und Schwächen. Manche Geschichten eignen sich nicht für jedes Medium. Oft gibt es aber die Möglichkeit, aus einer allzu dialoglastigen Geschichte eine Filmstory zu machen, indem man sie mit starken visuellen Momenten anreichert.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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