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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

4.6.1 Raum

Das Medium Film bietet die Möglichkeit, den Raum, in dem die Geschichte spielt, nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten. So kann man z.B. Orte, die in der Wirklichkeit weit voneinander entfernt sind, im Film so zeigen, als wären sie nahe beieinander. Braucht man eine Burgruine, eine Tankstelle und einen Wald am selben Ort im Film, kann man dies auch an verschiedenen Drehorten filmen und erst beim Schnitt die Szenen so zusammenfügen, dass der Zuschauer den gewünschten Eindruck von der filmischen Umgebung bekommt. (Vorsicht bei bekannten Orten! Wer die Stadt Heidelberg kennt, wird sich köstlich amüsieren, wenn er sich die 50er Jahre Schnulze ALT HEIDELBERG anschaut: Hier wimmelt es nur so von Fehlern bei den Drehorten.)
Oft eignen sich die SCHAUPLÄTZE sehr gut dazu, eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Was wären die großen Monumentalfilme wie BEN HUR oder RYANS TOCHTER ohne ihre großartigen Schauplätze?! Die Landschaften und Orte dienen oft dazu, die Gefühle und Stimmungen der Charaktere nach außen zu projizieren. In STURMHÖHE steht etwa die wilde Moorlandschaft in Yorkshire für die leidenschaftliche und ungezügelte Liebe der Hauptfiguren Cathy und Heathcliff. In Horrorfilmen wie HALLOWEEN oder SHINING werden die Räume im Laufe der Geschichte immer kleiner, um das Gefühl der Beklemmung und Ausweglosigkeit zu verstärken.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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