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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

4.1 Von der Idee zur Ideensammlung

Am Anfang eines Drehbuches steht normalerweise eine IDEE.
Das kann in wenigen Fällen schon eine ganze Geschichte sein, meistens ist es aber nur ein kleiner Teil davon. Oft ist es nur ein Bild vor dem geistigen Auge oder eine Situation, die man vielleicht sogar selbst erlebt hat. Es kann auch ein Charakter sein, oder auch eine Aussage, eine "message", für die man noch gar keine Geschichte hat. Auf jeden Fall bildet diese erste Idee den Ausgangspunkt für die Arbeit an einem Film. Es muss gar nicht sein, dass diese Idee im fertigen Drehbuch dann auch im Mittelpunkt der Geschichte steht. Es kann sein, dass sich daraus etwas ganz anderes entwickelt, und es ist sogar möglich, dass die Grundidee am Ende gar nicht mehr Teil der Geschichte ist. Das macht nichts; dann hat sie geholfen, das Drehbuch zu entwickeln.

Für gewöhnlich ist eine einzelne Idee nicht genug, um den Stoff für einen ganzen Film zu liefern. Es ist daher empfehlenswert, sich mit der Idee auseinanderzusetzen, um sie weiterzuentwickeln. Oft sind es die kleinen, genau beobachteten Details, die einer Szene das "gewisse Etwas" geben. Ideen haben netterweise die Eigenschaft, mit der Zeit zu reifen, selbst wenn man sich nicht mit ihnen befaßt. Und manchmal machen sie sich sogar selbstständig und entwickeln ein Eigenleben. Das sollte man ihnen dann auch lassen. Es gibt nichts faszinierenderes beim kreativen Schreiben, als den Gedanken ihren eigenen Willen zu lassen. Es ist ganz erstaunlich, was dabei herauskommt. Und wenn es allzu absurd wird, dann kann man es nachträglich immer noch streichen.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

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