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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

3.1.2 Recherche und Planung im Doku-Film

Dokumentarfilm bedeutet nicht "Kamera draufhalten und dann sehen wir schon".
Die Vorarbeit ist genauso aufwendig wie für einen fiktionalen Film.
Es muss, auch wenn eigentlich nichts planbar ist, ein Treatment geben.
In jedem Fall muss vorher geklärt werden:
Was soll gezeigt werden?
Welche Bilder könnten sich ergeben?
Besonders wichtig ist eine gründliche Vorbereitung der Interviews, die oft den Kern eines Dokumentarfilms darstellen:
Wer soll interviewt werden?
Welche Fragen sollen gestellt werden und welche Antworten sind zu erwarten?
Wie soll auf die Antworten reagiert werden?

Nicht immer können alle für den Dokumentarfilm benötigten Bilder selber gedreht werden. Oft ist auch historisches Material notwendig. In diesen Fällen kann auf Archiv- oder Fremdmaterial zurückgegriffen werden (Urheberrechte beachten!).
Im schlimmsten Fall, d.h. wenn absolut keine bewegten Bilder zu dem geplanten Thema aufzutreiben sind, können auch Fotos und Texte in den Film integriert werden.

ARCHIV-MATERIAL, FREMDMATERIAL
Es gibt zu nahezu jedem Thema Archivmaterial.
Wenn man Archivmaterial verwendet, muss man es unbedingt als solches kennzeichnen.
Bei Archivmaterial ist es wichtig darauf zu achten, das man die Verwertungsrechte für das Material bekommt.
Die nichtkommerziellen Rechte sind hierbei wichtig wenn es nur um Festivals und kleine Vorführungen geht.

FOTOS, TEXTE
Auch Fotos können, wenn man relativ große Abzüge macht, mit der Kamera abgeschwenkt und so in den Film integriert werden.

Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend