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Filmpraktische Tipps
Junge Filmszene im BJF

Filmpraktische Tipps

3.4.1 Drehen von Musikvideos

Beim Dreh von Videoclips sollte darauf geachtet werden, kurze Einstellungen zu machen und viele Details aufzunehmen. Das Video lebt von extremen, nahen Einstellungen.
Als Basis für das Video nimmt man das ganze Lied einmal durchgehend aus der Totalen auf.

Es ist völlig unmöglich, den vollständigen Dreh für ein Video während eines öffentlichen Konzerts zu machen.
Die Nahaufnahmen können nur von der Bühne aus gemacht werden. Das geht am besten bei einer Probe oder wenn die Band speziell für das Video spielt.

Da oft mit vielen Kameras gleichzeitig gearbeitet wird, benutzen Profis eine spezielle Variante des Timecodes (TC). Im freerun-Modus wird der TC auf einen bestimmten Wert (z.B. die Uhrzeit) gestellt und bei allen Kameras gleichzeitig gestartet. Der TC läuft dann durchgehend - auch wenn die Kamera nicht aufzeichnet.
So haben die gleichzeitig aufgenommenen Sequenzen von allen Kameras denselben Timecode, was später den Schnitt erheblich erleichtert.
Der freerum Modus hat jedoch einen erheblichen Nachteil in der Postproduktion. Wenn der TC nicht regelmäßig durchläuft, kommt es zu TC-Sprüngen. Diese können beim Schnitt zu erheblichen Problemen führen.
Wenn man mit professionellen Kameras arbeitet, bietet sich eine TC Verkoppelung an, die alle Geräte auf einen TC bringt. Um TC Sprünge zu vermeiden, wird nur angehalten, wenn das Band gewechselt werden muß, oder das Lied einmal durchgespielt ist.

Planung

Da Videoclips mit sehr vielen Erzählebenen arbeiten, lohnt es sich mit der Notenpartitur ein genaues Storyboard zu erstellen, das auf den Takt genau vorgibt, wann und wo geschnitten wird und wie lange eine Einstellung dauert.

 


Bis Ende 2014 pflegte die Junge Filmszene im BJF hier ein Wiki mit vielen filmpraktische Tipps. Manche dieser Tipps und Tricks haben bis heute ihr Gültigkeit behalten, deswegen ist diese Seite weiterhin online. Viel Spaß beim Stöbern.

Gefördert vom

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