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Festivals
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36. interfilm – Internationales Kurzfilmfestival Berlin

10.11.2020 bis 15.11.2020
Ort: Berlin
Festival-Niveau: Profi
Ausschreibung: International, National, Bundesland, regional
Anmeldeschluss: 14.06.2020
Alter: 0 bis 99

interfilm – Internationales Kurzfilmfestival BerlinBeschreibung:
KUKI kuratiert Wettbewerbsprogramme für Kinder ab 4 Jahren, ab 6 Jahren, ab 8 Jahren und ab 10 Jahren, den Dokumentarfilmwettbewerb "Schau auf die Welt" für Kinder ab 10 Jahren und TeenScreen Wettbewerbsprogramme für Jugendliche ab 12 Jahren sowie ab 14 Jahren.

Die Spezialprogramme bieten ein Umweltprogramm für Kinder ab 8 Jahren, "What's Up?" ist das Sprachprogramm Englisch für Jugendliche ab 14 Jahren, "¿Qué Onda?" das Sprachprogramm Spanisch für Jugendliche ab 14 Jahren und "Quoi De Neuf?" das Sprachprogramm Französisch für Jugendliche ab 14 Jahren. "Teenage Riot!" und "Girls Riot!" richten sich an Jugendliche ab 16 Jahren. Das Festival organisiert einen Medienbildungsworkshop für Lehrkräfte und Workshops für Kinder und Jugendliche.
Nach einer erfolgreichen 35. Festivalausgabe in 2019 mit über 23.000 Besucher*innen freuen wir uns nun auf Einreichungen für das nächste interfilm Festival im November. Über 6000 Filme werden auch 2020 wieder gesichtet, mehr als 400 davon ausgewählt, in Programmen kuratiert, eingeladen und in unseren Spielorten dem gespannten Publikum präsentiert. Wir freuen uns auf narrative Höchstleistungen und kritische Stimmen genauso wie auf Kuriositäten aus aller Welt. Wir richten den Blick an 6 Festivaltagen in 7 Wettbewerben und diversen Schwerpunkten und Spezialprogrammen auf den modernen Kurzfilm in allen seinen Facetten.
... jetzt mit Einreichgebühr

Seit Jahren grübeln wir über die Notwendigkeit, Einreichgebühren zu erheben. Einst waren die Sendungen von DVDs an Festivals für den Einreicher kostenintensiv, seit der elektonischen Übermittlung von Sichtungsfiles etc aber ist der Verwaltungsaufwand für die Festivals gestiegen. Zwar gelingt es interfilm immer aufs Neue, ein großartiges und großes Festival (über Berlin verteilt) auf die Beine zu stellen, bei allem Jubel aber wird oft nicht wahrgenommen, dass interfilm, bei allem Dank an unsere Förderer Medienboard Berlin-Brandenburg und Media Creative Europe, auch und gerade im Vergleich zu anderen größeren deutschen und internationalen (Kurz-)Filmfestivals finanzell nicht wirklich gut aufgestellt ist. Wir geben unser Bestes in Sachen Service, Programm, Unterkünfte etc., doch diese Qualität geht nicht zuletzt auf die Kosten unserer Mitarbeiter*innen, welche wir kaum angemessen bezahlen können. Aktuell werden diese auf Basis des gesetzlichen Mindestlohns bezahlt. Dies kann ihnen aber längerfristig keine Existenzgrundlage bieten.

Das Sichtung von 6000 Kurzfilmen ist jährlich eine immense Herausforderung. Sie erfolgt mit Datenbankbenotung in Teams durch kompetente Kolleg*innen. Die Kommentare zu den Filmen unterhalten uns den gesamten Sommer über, bis im Herbst von den zuständigen Kurator*innen die definitiven Lieblinge ausgewählt werden. Die Prozesse zwischen Sichtung und Programmgestaltung sind bei jedem Festival anders und werden von Jahr zu Jahr komplexer. In eben diese internen Prozesse der professionellen Programmierung wollen wir durch die Einreichgebühr von 8,- Euro pro eingereichtem Film investieren. Wir möchten unsere Sichter*innen angemessen(er) bezahlen, möchten durch Investitionen in neues Personal die Qualität der Sichtung, der Einreichung und des Festivals langfristig sichern. Außerdem wollen wir Filme, die nicht in Wettbewerben, in denen man Preise gewinnen kann, sondern in Spezialprogrammen gezeigt werden, mit einer Screening Fee von 50,- Euro pro Programm entlohnen. Dass dieser Betrag bei weitem nicht den Aufwand eines Filmdrehs widerspiegeln kann, ist selbstverständlich. Trotzdem soll diese Regelung zur Fairness beitragen, denn Filme, die von Agenturen oder Distributionen vertreten werden, fordern diese Gebühren bereits ein. Ab 2020 erhalten nun alle Filme die gleiche Entlohnung. Dabei sollte klar sein, dass viele kleinere Festivals aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht in der Lage sind, solche Screening Fees zu zahlen und wir hoffen, dass Filmemacher*innen auch weiterhin bei Festivals einreichen werden, die ohne solche Entlohnungen arbeiten müssen. Die Situation ist für Festivals genauso wie für Filmemacher*innen prekär und es ist Aufgabe der Politik, diese Probleme zu adressieren.

Internet: www.interfilm.de

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Gefördert vom

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend